TM-Börsenlektion 6:

Warum Asset-Allocation und Rebalancing so wichtig sind


  "Aktien als Investment,
Gold als Geld,
und Cash für den Crash"
 
  Thomas Müller  

Liebe Anlegerinnen und Anleger,

unsere Börsendienste führen Sie durch das Auf und Ab der Börsen und der BCDI ist die Anlagealternative für den langfristigen Vermögensaufbau in Champions-Aktien. Dabei sollten Sie sich vor der ersten Börsenorder Zeit für ein paar grundsätzliche Überlegungen nehmen, die auch Einsteigern den Start an der Börse sehr einfach machen. Konkret:

Im allerersten Schritt gilt es, die Summe des freien Finanzvermögens zu ermitteln, das an der Börse investiert werden kann. „Frei“ heißt, dass in absehbarer Zeit keine andere Verwendung geplant ist, denn Liquidität, die beispielsweise für den Kauf eines neuen Autos oder einer Wohnungseinrichtung eingesetzt werden soll, steht für Börsengeschäfte nicht zur Verfügung. Sonst droht die Gefahr, zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt zu Verkäufen gezwungen zu sein. Und natürlich darf an der Börse auch nicht mit Krediten spekuliert werden. Niemals!

Ist das freie Finanzvermögen ermittelt, geht es um ganz grundsätzliche Überlegungen zur Vermögensaufteilung, die als „Asset Allocation“ (Anlageaufteilung) bezeichnet wird. Wieviel Prozent Ihres Vermögens soll in welchen Bereichen investiert werden?

In der Finanztheorie wird primär zwischen den Anlageklassen Anleihen, Aktien, Immobilien, Devisen und Edelmetallen unterschieden.

Während der höchsten Staatsverschuldung aller Zeiten und angesichts der niedrigsten Zinsen aller Zeiten sind Anleihen (=Schulden) eine riskante Anlageklasse, die eigentlich keinen Sinn ergibt. Vermögenserhalt ist nur über Sachwerte möglich, und Anleihen sind keine Sachwerte.

Die Frage, welchen Anteil Sie in Immobilien investieren sollten, kann Ihnen niemand abnehmen, wobei meines Erachtens Dividenden die besseren Mieteinnahmen darstellen. Gerade Immobilien bergen die Gefahr des Klumpenrisikos, denn die meisten Immobilienbesitzer haben den ganz überwiegenden Teil Ihres Vermögens mit dem Wohneigentum blockiert - und zudem in der Regel mit Krediten finanziert.

Ich persönlich investiere auch in Kunst, speziell in Pop-Art und hier am liebsten in 3Ds, die Sie in unserem Haus der Börse finden und in der Bulle 8-Galerie erwerben können, doch dies ist ein anderes Thema. Denn ich denke, dass Kunstobjekte zuallererst Liebhaberobjekte sind, deren „Dividende“ sich allein aus dem Vergnügen der täglichen Sichtbarkeit ergibt. Zurück zum Thema:

Asset Allocation

Für uns gibt es drei Anlageklassen: Börse, Gold, Cash.

  • Börse als Oberbegriff für Aktien, Derivate, Fonds, Index-Zertifikate, ETFs usw.
  • Gold als das bessere Geld und zwar physisch in Form von Barren und Münzen.
  • Cash, um im Crash nachkaufen zu können.

Warum Sie unbedingt Gold haben sollten, erkläre ich Ihnen im Artikel „Warum Aktien alternativlos sind“, und Cash brauchen Sie, um im Crash einkaufen zu können (siehe „Warum jeder Crash ein Geschenk ist“). 

Eine vernünftige Asset Allocation könnte z.B. bedeuten 50% an der Börse zu investieren, 30% in Gold und 20% Cash zu halten.

Stellen Sie sich die Aufteilung Ihres Finanzvermögens nun als Waage vor.

Wenn sich die Kurse verändern, ändern sich natürlich auch die Gewichte. Deshalb empfiehlt es sich, regelmäßig die angestrebten Gewichtungen wieder herzustellen, was als „Rebalancing“ bezeichnet wird.

Ein solches Rebalancing könnte beispielsweise halbjährlich oder nach starken Trendbewegungen vorgenommen werden. Zur Erklärung:

Rebalancing nach schwacher Börsenphase:

Bei fallenden Aktienmärkten reduziert sich der Börsenanteil des Finanzvermögens. Beim (halbjährlichen) Rebalancing sollte dann aus dem Cash-Anteil Liquidität für die Verstärkung des Börsenanteils zur Verfügung gestellt werden.

Rebalancing nach starker Börsenphase:

Bei steigenden Aktienmärkten steigt der Börsenanteil des Finanzvermögens. Um die gewünschte Asset Allocation wieder herzustellen, sollten beim (halbjährlichen) Rebalancing Teilgewinne mitgenommen (oder vorbereitet) werden, um den Cash-Anteil wieder zu erhöhen.

Das ganze liest sich vielleicht etwas kompliziert, ist in der Praxis aber ganz einfach. Mittels Rebalancing investieren Sie diszipliniert und profitieren antizyklisch von der Rückkehr zum Mittelwert. Denn in einer starken Aktien-Hausse sichern Sie sich Teilgewinne, die Ihnen in (oder besser nach) einer starken Baisse für zusätzliche Käufe zur Verfügung stehen.

Wenn Sie mehr über unsere Anlagestrategien und die Hintergründe der Börsen erfahren möchten, dann fordern Sie einfach kostenlos unseren Newsletter Aktien-Ausblick an (hier anfordern).
Für konkrete, direkt umsetzbare Empfehlungen rate ich Ihnen zuallererst zum boerse.de-Aktienbrief, in dem es um die erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt geht. Sie sind herzlich eingeladen die aktuelle Ausgabe kostenlos und unverbindlich kennenzulernen (Download).

Wenn Sie eine ganz besondere Investmentalternative für den langfristigen Vermögensaufbau suchen, dann schauen Sie sich bitte unseren BCDI an, der am 1. Juli 2014 an den Börsen eingeführt wurde. Im BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC) und im BCDI-Aktienfonds (WKN: A2AQJY) haben Anleger schon mehr als 200 Millionen Euro investiert.

Ich würde mich freuen, wenn ich Sie mit meinem Team zukünftig an der Börse begleiten dürfte. 

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller

Über Thomas Müller

Thomas Müller ist seit 1987 Verleger, Gründer und Vorstand der TM BÖRSENVERLAG AG sowie Gründer und Geschäftsführer der boerse.de Finanzportal GmbH.

Börsenwissen, Börsenzyklen und seine Börsenvision, sind in „Das Börsenbuch” von Thomas Müller nachzulesen.

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